"Soziale Ökonomie Basel" Beitrag zur Kongressdokumentation

Die Soziale Ökonomie Basel

 

Die Soziale Ökonomie Basel  wurde vom Verein Soziale Ökonomie www.viavia.ch/soziale_oekonomie  gegründet und nun vom ihm vielfältig gefördert. So hat er unter anderem auch die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie gegründet. Heute besteht die Soziale Ökonomie Basel aus einem breiten Netz von wertnahen Personen, Vereinen, Organisationen, Betrieben und Geschäfte, die sich an den Zielen der Sozialen Ökonomie orientieren und sie unterstützen.

Wie schon zu Gründungszeiten in den Neunziger Jahren, sehen wir uns auch heute wieder mit recht dramatischen Ereignissen konfrontiert. Damals im Kontext eines beschleunigten Globalisierungsschubes, Wirtschaftsabschwunges und Arbeitslosigkeit – heute bei Finanzkrise, Wirtschaftsabschwung, grösser werdender Arbeitslosigkeit und dem weithin zerstörerischen Austausch mit der Natur.

 

Wie damals – und seither – setzt die Soziale Ökonomie Basel (sozusagen als Soziotop) klare Zeichen:

  • Sie fördert das nachhaltige Dasein – sozial und ökologisch
  • Sie fördert die lokalwirtschaftliche Verbundenheit
  • Sie setzt auf Wirtschaftdemokratie und vernetzt demokratische Organisationen in der Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie
  • Sie verbindet die wertnahen Akteure am Netz und darüber hinaus mit einer eigenen, demokratisch kontrollierten Alternativwährung – dem BonNetzBon
  • Sie fördert die soziale und ökonomische Integration von Arbeitslosen und Armen mit demokratisch strukturierten „Wir-Mikrounternehmen“, die sie dann wieder rück-bindend vernetzt mit der Sozialen Ökonomie
  • Sie fördert die soziale und ökonomische Integration von Arbeitslosen und Armen mit soziokulturellen Projekten
  • Sie fördert Einzel-MikrounternehmerInnen aus Migrations- und andern Kontexten und bindet sie in die Alternativwährung ein
  • Sie arbeitet über die Grenzen hinweg mit Kräften der Sozialen Ökonomie im Elsass und in Baden: www.sol-reseau.org und www.dreyecker.de .
  • Sie macht Bildungsarbeit mit Armutsbetroffenen und Privilegierten im In- und Ausland.

 

Die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie ihre Alternativwährung

Zielsetzungen der Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie 

Die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie Basel ist eine lokale und regionale Organisation zur Förderung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit. Als solche ist sie kritisch gegenüber der Globalisierung, wie sie derzeit vom kapitalistischen Weltmarkt praktiziert wird. Deshalb wird der BNB als Alternative Währung zur Förderung des lokalen und regionalen Austausches, des lokalen Wohlstandes und zur Förderung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit herausgegeben. Das Netzwerk engagiert sich auch sonst an mehreren Fron­ten für soziale und ökologische Nachhaltigkeit. 

 

Die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie  Basel ist ein demokratisches Netzwerk, in dem jede Mitgliedorganisation eine Stimme hat. Die Mitgliedschaft wiederum ist beschränkt auf demokratische Organisationen, die nach der Regel „ein Mitglied eine Stimme“ geführt werden. Gleichzeitig versuchen alle Mitgliedorganisationen ihren Alltag nach Grundsätzen der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit zu gestalten. Mitglied werden können sowohl demokratisch geführte Non-Profit-Organisationen der Zivilgesellschaft (z.B. Vereine) als auch gewinnorientierte Unternehmen (z.B. Genossenschaften) in Herstellung, Handel und Konsum. Letztere müssen die Mitbestimmung  ihre Mitglieder (gemäss der Regel „ein Mit­glied - eine Stimme ") bei allen Fragen von Anstellungen, Entlassungen und der Nutzung der wirtschaftlichen Überschüsse nachweisen. Die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie Basel ist ein demokratisches Netz, das aus demokratischen Organisationen besteht, zur Ge­währleistung der demokratischen Kontrolle der Alternativwährung und zur Förderung der Wirtschaftsdemokratie im Allgemeinen. 

Der BNB (BonNetzBon) 

Der BNB ist die Alternativwährung, die von der Genossenschaft Netz Soziale Ökono­mie Basel herausgegeben wird. Die Genossenschaft trägt die alleinige Verantwortung für die Währung.

  • Der BNB ist eine harte Währung. BNB können jederzeit durch Schweizer Franken ge­kauft und wieder gegen Schweizer Franken verkauft werden. Der BNB ist eine transnationale, regionale Währung. Sie kann gegen andere Alternativ­währungen in der Region und gegen Schweizer Franken ausgetauscht werden.
  • Alternativ­währungen in Frankreich (Elsass) und in Deutsch­land (Baden) – Regionen, welche di­rekt an Basel angrenzen – getauscht wer­den. In diesem Sinn ist sie (die erste) demo­kratisch kontrollierte, internationale Alter­nativ­währung.
  • Der BNB ist gegen Fälschung durch die Anwendung von bestimmten Techniken bei Herstellung und Druck geschützt. Zusätzlich wird der BNB in Serien herausgegeben, deren Gültigkeit zeitbegrenzt sind. „Alte Serien BNB“ können ohne Gebühr in "neue Serie BNB“ umgetauscht werden. Die erste BNB Serie wurde im Jahr 2005 die zweite in 2007 herausgegeben. Beide Serien wurden von einer Druckerei hergestellt, die Mitglied der Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie ist. 
  • Alle BNB sind zu 100% mit Schweizer Franken gedeckt. Dies zur Sicherung des Ver­trauens und der Liquidität.
  • Der BNB kann, von Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen in und außer­halb der Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie als Zahlungsmittel  benützt werden. Benützer erhalten kostenlosen Eintrag und Werbung auf www.viavia.ch/netzbon.
  • Der BNB wird von der Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie auch als Instrument für Mikrokredite gebraucht. BNB Darlehen werden als zinslose Startkredite zur Gründung von demokratischen Organisationen der Zivilgesellschaft oder von Ge­nossenschaften vergeben. BNB Darlehen werden auch an Mitglieder der Genossen­schaft Netz Soziale Ökonomie vergeben, wenn sie expandieren oder sich mit be­stimmten Projekten engagieren wollen. 

 

Was hat die Genossenschaft Netz Soziale Ökonomie Basel inspiriert

  • Die neuen sozialen Bewegungen seit den 1960er Jahren, einschliesslich ihrer Grund­sätze bezüglich Basisorganisationen und alternativen Wirtschaftens. 
  • Die www.mcc.es Netzwerk Genossenschaft der selbstverwalteten Genossenschafts­unternehmen in Mondragon, Spanien
  • Der Arbeiter-Selbstverwaltungs-Bewegung seit den Anfängen der Industrialisierung
  • Die anarchistische Bewegung um Proudhon und Kropotkin herum im 19. und zu Be­ginn des 20. Jahrhunderts .
  • Bücher wie „DAS ZEITALTER DER KNAPPHEIT“ und „SHORT CIRCUIT“

 

 

Präsident: Prof. Isidor Wallimann, Ph.D., Blauensteinerstr. 11, 4053 Basel

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Sekretariat: Claudia Studer, c/o AKB, Klingentalgraben 2, CH-4057 Basel

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