Bericht von Elisabeth Schüller
Globale Landwirtschaft, Migration, Supermärkte
SOG: Soziale Gewerkschaft
Die SOG stellte sich vor mit ihrer Tätigkeit in Almaria, Spanien, wo sie für die Arbeiter in den Plastikgewächshäusern kämpfte und für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen.
Landkooperationen wurden als Alternative gegründet, Infos wurden an die Supermarktketten weitergegeben, die das Gemüse und Obst auch in Österreich verkaufen.
Auch in Österreich wurde das Arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen, das fast Ausschließlich MigrantInnen betrifft aufgezeigt. Hier geht es um das Marchfeld und die riesigen Spargel- und Erdbeerfelder, deren Ernte streng autoritär geführt und überwacht wird. Veröffentlicht in: Bittere Ernte
Ideen, die im Workshop eingebracht wurden:
Ländlichen Raum neu strukturieren: z.B.: MigrantInnen, Asylwerbern, Flüchtlingen in leerstehenden Höfen die Möglichkeit geben sich selbst zu ernähren.
Vor allem das Verbreiten von Informationen für Konsumenten als auch für Anbieter bezüglich der Herkunft von Lebensmitteln und den Umständen der Erzeugung wäre wichtig und wurde mehrmals während des Workshops unterstrichen.
Bioprodukte und fairer Handel (auch ein „faires“ Gütesiegel für Europa? Wäre ein Eingeständnis, dass es unfaire LM-Produktion auch hier gibt). Supermärkte sollten zur Verantwortung gezogen werden, bzw. boykottiert werden – siehe Foodcoops, etc.
„Ja Natürlich!“ und „Zurück zum Ursprung“ wurden als fragwürdige Produktlinien erwähnt.
Es macht wütend, dass man so abhängig ist von den Supermärkten, aber auch, dass so viele Menschen in der Erzeugerkette der Lebensmittel an ihren Arbeitsbedingungen leiden und trotzdem von dieser Arbeit abhängig sind.
Was würde wohl passieren, würde keiner mehr im Supermarkt einkaufen??